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WAOKIYE

Indianisches Kunsthandwerk

NEUES Indianer Rezept

 

Anleitung zum herstellen eines Traumfängers
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Zum Herstellen eines traditionellen Traumfängers benötigt man folgende Materialien:

  • eine Weidenrute
  • sämisch gegerbte Lederreste
  • evtl. etwas Farbe
  • Kunstsehne
  • Glasperlen
  • einen schönen Stein
  • Federn

 

Natürlich gibt es endlos viele Variationen und Alternativen. Hier seien nur einige Anmerkungen gemacht: Statt einer Weidenrute kann man auch einen Buchenzweig nehmen oder Peddigrohr vom Bastelladen. Wichtig ist nur, dass es ein möglichst naturbelassenes Material ist. Ich nehme Weidenäste vom Ufer der Elbe, an Flußläufen findet man häufig Weidenbäume. Man fragt den Baum um Erlaubnis und bedankt sich für die freundliche Gabe. Zum Beispiel: „Lieber Weidenbaum, erlaubst Du mir bitte, einen Deiner Äste zur Herstellung eines wirkungsvollen Traumfängers zu verarbeiten?“ und: „Danke, Weidenbaum, für Deine freundliche Gabe und laß Deine Energie in meinen Traumfänger fließen und ihn stark machen.“

Sämisch gegerbtes Leder ist sehr weich und hell. Es kommt der indianischen Hirngerbung am nächsten. Hat man ein Quadrat von 10X10 cm, so kann man daraus ein spiraliges Lederband zum Umwickeln schneiden. Es sollte etwa 1 bis 2 cm breit sein. In dieser Art und Weise schneiden auch die Indianer Nordamerikas ihre Lederbänder. Natürlich geht auch Wildleder.

Zum Anmalen des Leders nehme ich Erd- oder Pigmentfarben, die ich mit etwas Essig oder Eiweiß anrühre. Das Farbpulver färbt sehr intensiv und ist bei uns erhältlich.

Das ursprüngliche Material zum Binden ist Sehne, die aber sehr aufwändig verarbeitet werden muss. Wir nehmen Kunstsehne, die im Aussehen und in der Verarbeitung der echten Sehne am nächsten kommt. Bei den Native Americans ist sie weitverbreitet. Man kann die Kunstsehne mit den Fingernägeln in mehrere Stränge teilen, die dann etwas in der Hand gerollt werden und dann rund und fest wie ein Garn sind. Wer natürliche Materialien bevorzugt, kann auch ein Baumwollgarn nehmen oder Hanf oder Leinen ist auch sehr schön.

Statt oder zu den Perlen kann man alles nehmen, was man in der Natur findet, oder auch Knochen- oder Holzperlen, Muscheln, Krallen, Steine, Zähne.

Als Stein für die Mitte ist ein kleiner Halbedelstein mit einem Loch besonders gut geeignet, aber auch ohne Loch gibt es viele Möglichkeiten der Befestigung, mit Leder umwickeln oder festbinden. Auch ein ganz einfacher Stein hat die gleiche Wirksamkeit wie ein Edelstein, auch wenn er unscheinbarer erscheint.

Grundsätzlich kann man alle Federn, die man findet, nehmen, auch die kleiner Ziervögel oder Papageienfedern. Adlerfedern stehen unter Naturschutz, man benötigt einen Herkunftsnachweis. Hühner- oder Truthahnfedern sind auch gut geeignet. Auch Daunenfedern kommen genauso wie große Schwungfedern zum Einsatz. Gegen Milben sollte man die Federn für ein paar Tage in einer Plastiktüte in das Tiefkühlfach legen, sonst kann es sein, dass diese die Federn vollkommen zerfressen.

Wer Schwierigkeiten hat, all das Matrial zu besorgen, kann sich bei uns ein Bastelset bestellen, spezielle Wünsche (Farben, etc.) werden gerne berücksichtigt, Kostenpunkt 10 -15 Euro. Hier gehts zum Bastelset im Waokiye Onlineshop.

Inhalt:

  • Weidenrute
  • Lederstück
  • ca. 20 Perlen
  • 6 Meter Kunstsehne
  • Daunenfedern


Zu einem kleinen Aufpreis gibt es auch:

  • einen Halbedelstein, passend zum Tierkreiszeichen laut indianischem Horoskop
  • Pigmentfarbe
  • Schwungfedern

 

Zur Herstellung:

Bevor man beginnt, wird der Raum, in dem man arbeitet, energetisch gereinigt. Dazu nimmt man etwas Indianersalbei (White Sage, Salvia apiana) und verbrennt ihn in einer kleinen Räucherschale. Durch den Rauch vertreibt man schlechte Energien und ruft heilende. Man kann es auch mit Süßgras mischen, das mehr den weiblichen Energien zugeordnet wird. Wichtig ist, dass man sich in eine positive entspannte Stimmung bringt, d.h. ohne Zeitdruck arbeitet, in positiver Erwartungshaltung und ohne ständige Störungen (z.B. Telefon). Spielende oder interessierte Kinder sollte dabei keinenfalls als Störung betrachtet werden, sondern als Bereicherung. Anstatt zu kritisieren, sollte man sie ermutigen, denn Lob und Anerkennung bewirken positive Veränderungen, Kritik jedoch nicht.

Im folgenden werde ich die Herstellung eines Traumfängers in fünf wesentlichen Schritten beschreiben, dann noch einige Informationen und Tips geben.

1. Biegen und Binden der Weidenrute: es gibt 2 Variationen, den runden Traumfänger oder den in Tränenform. Letzteres ist die ursprünglichere Form. Man biegt die Weide und überkreuzt die Enden, bindet sie dann zusammen. Bei der runden Variante werden 2 Weidenzweige gegeneinander gedreht und vorsichtig rund gebogen. Auch hierbei bindet man sie zusammen, was nicht ganz einfach ist. Aber nicht den Mut verlieren und es mehrmals versuchen. Der Reif sollte etwa einen Durchmesser von 10 bis 20 cm haben, die Weidenäste etwa 1 m lang sein, dann hat man etwas Reserve.

traumfaenger_herstellen

2. Umwickeln mit Lederband: Man zieht das Lederband beim Umwickeln etwas, das gibt besseren Halt. Mit etwas Klebstoff kann man den Halt weiter verbessern. Das Leder sollte bei jeder Umwicklung etwas überlappen. Danach kann man das Leder anmalen, sollte dann abwarten, bis die Farbe getrocknet ist

3. Traumfänger weben: Man bindet das eine Ende der Sehne am Reif fest. Mit dem anderen Ende umschlingt man den Reif. Die Schlaufen sollten nicht zu stramm gezogen sein und auch nicht zu locker. 12 bis 15 Schlaufen auf dem Ring regelmäßig verteilt, das genügt für den Anfang. Eine halbe Schlaufe vor Ende der Runde ist die letzte Schlaufe auf dem Weidenring. Ab jetzt wird immer in die Schlaufen der letzten Reihe eingefädelt. Die Perlen werden nach Geschmack eingearbeitet. Erst in der letzten Runde, es sollten etwa 8 sein, wird die Sehne festgezogen und der mittlere Stein eingefädelt.

bastelanleitung_traumfaenger

traumfaenger_drei

4. Federn anbringen: Unten und an der Seite des Traumfängers werden 3 oder 5 Lederbänder befestigt. Auf diese schiebt man ein paar Perlen oder Holzkugeln, die man mit einem Lederknoten am Platz hält. In diese Perlen schiebt man die Federkiele, die dann am Lederband herabhängen.

traumfaenger_vier

5. Abschließend: Oben am Traumfänger wird ein Lederband befestigt, mit dem der Traumfänger dann an der Zimmerdecke aufgehängt wird.

Zur Anbringung:

Der Traumfänger sollte frei im Raum hängen, am Besten über dem Bett, jedoch nicht direkt am Fenster, er sollte sich drehen können. Die bunten Steine locken die Träume an, die damit spielen wollen. So verfangen sie sich im gewebten Netz. Die guten Träume werden von den Federn auf den Träumer abgeleitet, die schlechten festgehalten. Die runde Form wirkt entspannend und kann das Einschlafen erleichtern. Die Weide biegt sich, aber sie bricht nicht. Wer wie die Weide ist, wird mit vielen Schwierigkeiten und Problemen fertig, ohne daran zu zerbrechen.

 

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