Lange vor unserer Zeit begab sich ein Lakota-Schamane auf einen hohen Berg, um eine Vision zu bekommen. Die bekam er auch!

In dieser Vision erschien ihm Iktome in der Gestalt einer Spinne. Der Lehrer der Weisheit sprach in einer Sprache, die nur der Schamane verstehen konnte. Während Iktome - als Spinne - sprach, nahm er einen Weidenzweig, Federn, Pferdehaar, Perlen und Opfergaben und begann ein Netz zu spinnen.

Die Spinne Iktome sprach zu dem Schamanen über die Lebenszyklen, darüber wie wir unser Leben als Baby beginnen und weiter entwickeln zum Kind und dann zum Erwachsenen bis hin zum Greis und den Lebenszyklus vollenden.

„Aber“, sagte die Spinne Iktome, während sie fortfuhr ihr Netz zu spinnen, „in jeder Episode des Lebens begegnen uns Kräfte, einige gute und einige schlechte. Wenn du den guten Kräften zuhörst,

werden sie dich in die richtige Richtung lenken. Hörst du aber auf die schlechten Kräfte, werden sie dich fehlleiten und eventuell töten.“

Die Spinne fuhr fort: „Es gibt viele Kräfte und verschiedene Richtungen, welche hilfreich sein können und dich unterstützen, in Harmonie mit der Natur wie auch mit dem großen Geist und seinen Lehren zu leben, aber auch solche, die sich einmischen, die Harmonie stören und dich töten können!

Die ganze Zeit während Iktome sprach als Spinne, fuhr er fort, sein Netz zu weben, zu Beginn an den Außenseiten und zur Mitte hinarbeitend.

Als die Spinne Iktome ihre Erläuterungen beendet hatte, gab sie dem Schamanen einen fertigen Traumfänge und sagte: „Schau, der Traumfänger ist ein vollkommener Kreis, aber da ist ein Loch im Zentrum des Kreises. Benutze den Traumfänger, um dir und deinem Stamm zu helfen, eure Ziele zu erreichen und nutze die Träume und Visionen deines Stammes in sinnvoller Weise. Wenn du um den großen Geist weißt und an den Menschen glaubst, wird der Traumfänger deine wertvollen Ideen einfangen, während die schädlichen durch das Loch verschwinden!“

Der Schamane gab seine Vision an seinen Stamm weiter. Seitdem gebrauchen die Lakota-Indianer den Traumfänger als Netz des Lebens.

Der Traumfänger wird über dem Bett aufgehängt, um die Träume zu sieben. Das Gute wird im Lebensnetz gefangen und begleitet einen, aber das Böse rinnt durch das Loch und ist somit nicht länger ein Teil von einem. Die Lakota glauben, dass der Traumfänger das Schicksal ihrer Zukunft sei!

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