Vor langer Zeit, als die Welt noch jung war, hatte das Bison keinen Höcker. Es bekam seinen Höcker eines Sommers, weil er unfreundlich zu den Vögeln war. Das Bison liebte es, zum Spaß über die Prärie zu preschen. Die Füchse rannten voraus und warnten die anderen Tiere. Sie riefen, dass ihr Häuptling, der Bison, im Anmarsch sei!

Als eines Tages der Bison wieder einmal über die Prärie jagte, stürmte er auf eine Stelle zu, wo Vögel auf der Erde lebten. Sie schrien dem Bison und den Füchsen zu: „Passt auf! Unsere Nester!“

Aber weder der Bison noch die Füchse scherten sich darum, sie jagten einfach weiter. Der Bison zertrampelte dabei die Vogelnester unter seinen schweren Hufen. Selbst als es die Vögel schon laut schreien hörte, rannte er noch weiter ohne anzuhalten.

Keiner wusste, dass sich der große Geist in der Nähe aufhielt. Er erfuhr von den zerstörten Nestern und die Vögel taten ihm leid. Der große Geist stellte sich vor den Bison und die Füchse und zwang sie stehenzubleiben. Er nahm einen Stock und schlug dem Bison auf die Schulter, sehr, sehr fest. Der Bison krümmte sich vor Schmerz und aus Furcht, dass ein weiterer Schlag auf ihn niedergehen könnte. Aber der große Geist sagte nur: „Von diesem Tag an sollst du immer einen Höcker auf deinen Schultern haben, immer sollst du mit Scham gesenktem Kopf umherlaufen.“

Die Füchse dachten, sie könnten dem großen Geist entkommen und rannten weg, sie gruben Löcher in die Erde und versteckten sich. Doch der große Geist fand sie und erteilte ihnen ihre wohlverdiente Strafe. Er sagte: „Weil ihr so unfreundlich zu den Vögeln wart, sollt ihr nur noch in der kalten Erde leben müssen!“

Seitdem leben die Füchse in den Löchern der Erde und die Bisons haben einen Höcker auf den Schultern.

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