Wie geht die U.S.A. mit der Vergangenheit und der Gegenwart um?

Wie viele Lügen kann es noch geben?

Die Arroganz der Weißen geht immer weiter und scheint keine Schuld zu kennen. Wenn man sich die heutige Politik anschaut, kann man schon denken, dass die U.S.A. nichts dazugelernt haben.

Ein Versagen der eigenen Überzeugungen kann man an der Unabhängigkeitserklärung erkennen: alle Menschen haben die gleichen Rechte, freie Religionsausübung, keine Rassendiskriminierung, jeder darf sein Glück selber gestalten und suchen. So ist es geschrieben, wird aber nicht umgesetzt. Rechte haben nur die, die sich anpassen, und der Politik des Ausbeutens zuarbeiten. Die großen Konzerne in den U.S.A. geben einen Scheiß auf die Rechte der First Nations, die Verträge, die noch aus dem vorletzten Jahrhundert stammen und immer noch gültig sind, werden wieder mal einfach nicht beachtet. Nein, sie werden zerrissen und in den Müll geworfen, genauso machen sie es mit den einzelnen Stämmen der First Nations, sie werden wieder mal gegeneinander ausgespielt. Da sieht man, wie Politik und Konzerne sich ihr Recht zusammen schmieden, so wie sie es gerade mal brauchen.

Die Ausbildung der Kinder der First Nations geht ins Leere, da die meisten keine Ausbildung haben und auch keine bekommen. Schulen in den Reservaten sind eigentlich nur pro forma da.

Es wird alles dafür getan, dass es unter den Einwohnern der Reservate immer zum Konflikt kommt zwischen den Traditionellen und denen, die sich dem American Lifestyle anpassen wollen.

Das Christentum, so wie es von der evangelischen und katholischen Kirche sowie den Freikirchen vertreten wird, hat auch nicht dazu beigetragen, es einfacher zu machen. Nein, die Kirchen sind es, die zur Verwirrung noch beitragen, indem sie einem das Gefühl geben, nichts richtig zu machen. Das eigene spirituelle Leben wird als wertlos dargestellt, es gibt nur einen Gott, den des Weißen Mannes! Es ist eine Tatsache, dass wir immer mit zweierlei Maß messen, wenn es um die Interessen der First Nations geht. Nur die Interessen, die uns nutzen, werden anerkannt. Die, die nicht nützlich erscheinen, werden auch nicht beachtet. Die Weisheiten der Indianer nehmen wir gerne für uns in Anspruch, lassen sie aber nur in begrenzter Form für uns gelten. Wenn die Menschen der First Nations davon Gebrauch machen wollen, haben wir immer Gründe, weshalb es so nicht geht! Delegationen der First Nations werden in den Kongress und ins Parlament eingeladen, um sie einzubinden, ihnen das Gefühl zu geben, dass sie ja auch dazu gehören, was aber immer den faden Beigeschmack eines Ablasshandels hat. Die Regierung der U.S.A. betrügt und lügt, beugt das geltende Recht, kümmert sich nicht um Menschenrechte. Es gibt viele Parallelen zu dem Unabhängigkeitskrieg gegen England. Die Kolonisten wollten Freiheit vom Mutterland, selbst bestimmt leben, ihre Zukunft selbst gestalten. Ein Auszug aus der Unabhängigkeitserklärung zeigt ganz deutlich, wo die Parallelen sind:

Wenn eine lange Reihe von Missbräuchen und Anmaßungen...die Absicht verrät,

das Volk unter unbeschränkten Despotismus zu beugen, so ist sein Recht, ja seine Pflicht, eine solche Regierung zu stürzen und für eine neue Gewähr seiner Sicherheit Sorge zu tragen. Haben bis jetzt diese Kolonien alles geduldig ertragen; nun, so besteht jetzt die Notwendigkeit, das bisherige Regierungssystem abzuändern (aus der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von 1776).

Wenn das die geltende Grundlage für einen Freiheitskampf ist, dann hätten die First Nations alle Rechte auch so zu handeln und die Vereinigten Staaten von Amerika als Unterdrücker zu bekämpfen. Diese Macht ist ihnen aber in zwei Jahrhunderten Krieg gegen ihre staatliche Souveränität genommen worden! Immer wieder ist es zu einem Schauspiel gekommen, bei dem die Indianer als Wilde bezeichnet wurden, denen man nicht trauen kann. Trauen konnte man aber dem Weißen Mann nicht, er war es, der mordete, log und betrug, um an das Land der First Nations zu kommen.

Dieser Genozid an den First Nations ist Völkermord, er begann vor 300 Jahren und hat noch immer Gültigkeit!

Richard I. Dodge, bemerkte 1883 in einem Zeitungsartikel, wie arrogant wir vorgehen:

„Der Entdeckung der kostbaren Metalle und der Leidenschaft derer, die sie suchten, verdanken wir die Erforschung und Erschließung der großen westlichen Wildnis, welche nie und nimmer in einem Jahrhundert der normalen kontinuierlichen Ausbreitung hätte gewonnen werden können.

Diese Männer haben große Bundesstaaten aufgebaut und einen weiten Kontinent bevölkert.

Rastlos und drängend, immer nur auf Gold und Silber aus, hatten sie keine Zeit und noch weniger die Neigung, die Rechte der ursprünglichen Grundbesitzer auch nur zu überdenken!“

Da die Gier nach Rohstoffen und Edelmetallen immer noch groß ist, wird auch weiterhin betrogen und gelogen, der Landraub geht immer noch weiter. Die Frage nach einem Ende dieses Unrechts bleibt den First Nations erhalten und sie können nur darauf hoffen, dass es Menschen aus der ganzen Welt gibt, die dieses Unrecht nicht mehr tolerieren.

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren