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Bei den Plainsstämmen war das Bison als Fleischlieferant unersetzbar. Neben dem Wapiti und anderen Kleinwild war Bisonfleisch ein Hauptbestandteil der Nahrung.

Außer dem Fleisch hatten Sie auch Feldfrüchte zur Verfügung, da wäre zu nennen Bohnen, Mais, Zucchini, Tomaten, Chili, Paprika und der Kürbis.Die Kartoffel kam auch zum Zuge, sie wurde als Handelsware von Peru bis nach Alaska gehandelt.

Hühner und Zuchtgänse gab es bei den Indianern nicht, sie kannten nur den Truthahn und Wild-vögel wie die Wildgans.

Bei den Hopi und Navajo, die nicht mehr nomadisch lebten, wurden Tiere wie die Ziege und das Schaf domestiziert. Durch diese Nahrungsmittel machten sie sich unabhängig von der Jagd.

So hatten sie immer Zugang zu frischem Fleisch, dadurch konnten sie mehr Feldfrüchte anbauen,was den Handel mit anderen Stämmen anregte.

Neben den schon erwähnten Feldfrüchten hatten die Indianer auch noch die Erdnuss, wilden Reis und Kakteenfrüchte sowie eine Palette Wildbeeren, also eine sehr ausgewogene Nahrung.

Als der Europäer eintraf, wurde die Nahrung der Indianer schrittweise umgestellt.

Es begann damit, dass die Europäer das Wild gnadenlos jagten, obwohl sie das nicht brauchten, sie hatten ihre domestizierten Tiere wie Rinder, Federvieh und vor allem das Hausschwein mitgebracht.

Die Jagd nach Wildtieren war und ist für die Europäer nur ein Statussymbol.

Als die Eisenbahn sich ihren Weg nach Westen bahnte, schossen die Trapper, die für die Eisenbahn arbeiten, Büffel, um die Arbeiter der Eisenbahn zu versorgen. Es war billiger, das Wild zu töten, als Nahrungsmittel heranzuschaffen. Also schoss man an Wild, was immer möglich war. Einer dieser Männer war Buffalo Bill, dieser Mann hatte keine Skrupel, er schoss, was ihm vor die Flinte kam.

Dass die Stämme der Plains das nicht duldeten, ist wohl jedem klar, sie hatten aber leider keine Chance gegen die Europäer.

So nach und nach verschwand die gewohnte Nahrung der Indianer und wurde ersetzt durch die Nahrung des Europäers, was zur Folge hatte, dass immer mehr Menschen an der Nahrung erkrankten.

Der Stoffwechsel der Indianer wurde maßgeblich gestört, so sieht man heute in den Reservaten viele Menschen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben. Außerdem ist die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen wie Diabetes besonders hoch. Innerhalb weniger Generationen wurde die Nahrung von einer ballaststoffreichen und energiearmen Kost auf eine hochkalorische Nahrung mit viel Fett und Zucker umgestellt. Dazu kommt, dass die nomadische oder halbnomadische Lebensweise der Ureinwohner Amerikas wesentlich zu einem gesünderen Umgang mit der eigenen Natur beitrug. Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit sowie Alkoholismus trugen zu Passivität und Unbeweglichkeit bei und sind deshalb die Ursache vieler Erkrankungen.

Wer von uns weiß schon, dass unsere liebsten Feldfrüchte von den Indianern stammen, wie z.B. die Kartoffel, die Tomate, Zucchini, Paprika, Chilis, Mais und noch viele mehr.

In unserer globalisierten Welt werden Feldfrüchte und Fleischprodukte einmal um die Welt geschickt, was zur Folge hat, dass es immer mehr Monokulturen gibt. Die Folgen davon sind Wassermangel und die Verwüstung ganzer Regionen.

In den Reservaten der Indianer kommen immer mehr Menschen darauf, wieder ihre alten Feldfrüchte zu nutzen. Bisons werden auch wieder angesiedelt, es geht darum, eine gesunde Ernährung sicherzustellen, was die Bundesregierung der USA nicht kann und eigentlich auch nicht will.

Wenn man an die USA denkt, denkt man nicht an Hunger, denn dort gibt es doch alles. Aber nicht in den Reservaten der Ureinwohner, die müssen stellenweise hungern. Nur langsam beginnt ein Umdenken, was für die Indianer sehr wichtig ist. Zur ihrer Kultur gehört auch die Nahrung, die ihnen ihre Identität wiedergibt. Der Mensch ist, was er isst! So gesehen sind wir am Ende mit unserem Konsum. Immer wieder kommt es zu Entgleisungen der Lebensmittelindustrie, siehe Fleischskandal, wir produzieren Nahrung ohne Spirit, seelenlos futtern wir alles, was es so gibt.

Wir sollten von den Indianern lernen, besser mit unseren Ressourcen umzugehen.

 weiter lesen ..."indianische Rezepte zum Nachkochen"

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