Traditionen des Klarträumens oder der Luciden Träume gibt es in vielen Traditionen. Doch was ist der Unterschied zwischen einem normalem und einem luciden Traum?

Laut Definition sind Klarträume bewusste Träume:

  • man weiß, dass das ein Traum ist

  • man kann immer eingreifen

  • man versteht die Bedeutung des Traumes

  • man kann unmittelbar mit den Traumfiguren kommunizieren

  • man kann sich im Traum voll und ganz ausleben

  • da man unbegrenzte Möglichkeiten hat, kann man Fähigkeiten z.B. im Sport einüben

  • lucide Träume sind eine Steigerungsform, sie sind sehr bunt, sehr emotional, viel Licht, sie strahlen in den Tag aus

 

Viele Menschen träumen spontan klar, d.h. ihnen ist schon einmal im Traum bewusst geworden, dass sie träumen. Möchte man aber weiter damit arbeiten, so gibt es zwei Hürden zu nehmen:

  • Klarheit bekommen

  • Klarheit bewahren

 

Dazu gibt es viele Tipps, Tricks und Techniken, die man erlernen und anwenden kann. Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, sondern auf unseren Workshop verweisen. Dort lernt man auch Gleichgesinnte kennen, mit denen man sich austauschen kann oder Hilfe und Tipps holen kann.

Der Schamane nutzt diese Träume, um im Traum andere zu befragen, z.B. auch zu Krankheiten, oder um von Tieren und Pflanzen zu lernen, über ihre Anwendung oder holt sich ihre Hilfe. Wichtig ist es für ihn, jegliche Angst zu verlieren. Wo andere aussteigen, geht der Schamane weiter. Er hat häufig ein Krafttier, das ihm zur Klarheit verhilft. Er hat keine Angst vor der Dunkelheit oder dem Tod. Sterben, das Aufbrechen der Persönlichkeitsstruktur, ist der Große Tod, der vor dem kleinen – körperlichen – Tod erfolgt. Diesen Schritt macht der Schamane durch seine Initiation und durch bestimmte Riten. Im schamanischen Klartraum sind auch Rückführungen möglich.

Wer einen Zugang zu dieser Thematik sucht, kann ihn auf verschiedenen Wegen finden. So haben sich die Sufis schon im 12. bis 14. Jahrhundert damit beschäftigt. Christoph Gassmann schreibt über die Sufiträume.

Auch die tibetische Bön-Tradition beschäftigt sich mit Traumyoga und den „Übungen der Nacht“. Einer, der diese Tradition auch für den Westen zugänglich gemacht hat, ist der Tibeter Tenzin Rinpoche. Atemübungen und Meditationen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Berühmt geworden ist in den 70er Jahren Carlos Castaneda mit seinen Berichten über den Schamanen Don Juan Matos.

Auch in der modernen Forschung spielt dieses Thema eine größer werdende Rolle:

So hat Dr. LaBerge mit physiologischen Ableitungen die Existenz von Klarträumen beweisen können.

Prof. Paul Tholey lehrt das Erlernen von Sportarten im Traum.

Dr. Brigitte Holziger aus Wien behandelt Angst- und Alptraumpatienten mit Klarträumen.

Die Dissertation von Dr. Erlacher findet man im Internet.

So kann man heute auf eine Vielzahl von Quellen zurückgreifen, wenn man sich näher mit dem Thema beschäftigen will. Außerdem gibt es im Internet ein Klartraumforum, wo man Gleichgesinnte treffen kann. Ich wünsche allen gute Träume und die reichen Erfahrungen, die man damit machen kann.

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