Das indianische Gesundheitswesen war eines, das wirklich diesen Namen verdiente!

Es ging in erster Linie darum, die Gesundheit – von Körper und Geist! - zu erhalten. Es gab Spezialisten – Heiler – aber auch jeder einzelne kannte Kräuter und Tees, die täglich verwendet wurden. Viele dieser Tees wurden getrunken, weil bekannt war, dass sie bestimmte Krankheiten verhindern konnten.

Unser hiesiges Gesundheitssystem ist eigentlich ein Krankheitssystem. Immer kompliziertere und teurere Apparaturen werden entwickelt, um Krankheiten zu behandeln. Als die Europäer nach Amerika kamen, hielten sie sich den Einwohnern des Kontinents so haushoch überlegen, dass sie ganz vergaßen, genau hinzusehen. Leider ist aufgrund genau dieser Haltung fast alles an Wissen, das damals vorhanden war, unwiederbringlich verloren gegangen und wissentlich zerstört worden. Besonders die Kirche und christliche Organisationen taten dabei ihr unheilvolles Handwerk. Den Anteil, den sie an der Zerstörung fremder Kulturen hatten und haben, ist nie offiziell anerkannt worden.

Ein wesentliches Merkmal des indianischen Stammeslebens war die Hygiene. Das tägliche Bad im Fluss – oft auch im Winter - , die Schwitzhütte, der gute Geruch, das Reinigen des Wohnplatzes und die Klimatisierung ihrer Behausungen fiel auch schon den frühen Eroberern auf. Die Massage – auch zur Heilbehandlung – war allgemein üblich. Viele von ihnen suchten im Krankheitsfall lieber einen indianischen Heiler auf, anstatt sich in die Hände der eigenen dubiosen Ärzte zu begeben. Ihre Zahn- und Wundbehandlung war weit fortschrittlicher als die der weißen Ärzte. Brandwunden, Erfrierungen, Schlangenbisse und Insektenstiche konnten erfolgreich behandelt werden. Auch ausgerenkte Glieder verstanden sie vorzüglich einzurenken, ohne böse Folgen. So waren die Bleichgesichter ganz erstaunt, dass die Rothäute ihren Patienten an einem Strick am Hals an einem Baum aufhängten – zur Heilbehandlung, nicht zum Töten!

In dem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Indianer keine Gefängnisse kannten – nicht aus Gnade, aber man hielt es für den Geist eines Menschen schädlicher, der einen anderen einsperrte, als es für jemand war, eingesperrt zu werden. „Kriminelle“ wurden ausgegrenzt und mussten mit ihren Familien in eigenen Siedlungen leben. Ähnlich fortschrittliche Haftbedingungen gibt es heute auf manchen Gefangeneninseln, wo Sexualstraftäter unter Aufsicht ein „ganz normales Leben“ führen. So „lernen“ wir Europäer erst nachdem wir zerstört haben, was wir bewundern.

Auch interessant zu wissen: wir brauchen keine Heilpflanzen aus anderen Kontinenten oder tausenden von Kilometern Entfernung: in einer intakten Natur findet man in einem Umkreis von nur 80 km alle Pflanzen, die zur Behandlung aller Krankheiten nötig sind. Deshalb beschränke ich mich in meiner Auswahl auch auf die hier üblichen Gewächse.

Natürlich ging das geheime Wissen der Indianerheiler weit über das hier Bekannte hinaus. Nur rudimentär kennen wir ihre Heilmethoden. Interessant ist, dass dieses Wissen über Tausende von Kilometern Entfernung das gleiche war, egal ob es sich um primitive oder weit entwickelte Stammesgemeinschaften handelte. Dieses universale Wissen verband die Völker auf einer höheren Ebene, oder – anders formuliert – in einer anderen Dimension.

Meist wurde nur eine Pflanze zur Behandlung eingesetzt. Zubereitungen aus mehreren Pflanzen waren eher unüblich. Indianische Heiler führten die Neigung der Europäer zu zusammengesetzten Präparaten auf deren Ungeduld zurück, man wolle so schnell und radikal wie möglich von allen möglichen Symptomen befreit werden und betrüge dabei sich selbst. Das Gegenteil sei der Fall. Monopräparate sind oft wesentlich wirksamer. Dasselbe durfte ich schon am eigenen Leib erfahren und es ist einen Versuch wert!

Nach vielen Jahren intensiver Forschung und vieler Irrwege findet man dann manchmal doch zu den Wurzeln zurück. Ich will nur ein Beispiel nennen: Jahrzehntelang und immer noch behandelt man die Wechseljahre mit Östrogenpräraraten mit dem Ergebnis, dass die betroffenen Frauen über viele negative Begleiterscheinungen klagen. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass eine relative Östrogendominanz gegenüber dem Progesteron durch diese Behandlung nur verstärkt wird. Wesentlich schonender und wirksamer sind pflanzliche Mittel wie – indianisch – Rotklee, der ein pflanzliches Hormon enthält und im übrigen fast überall wächst. Wie einfach könnte das Leben (ohne Pharmaindustrie) sein.

In diesem Sinne möchte ich Euch allen eine blühende Gesundheit wünschen und, wenn ihr krank sein solltet, die Weisheit auf die Krankheit zu hören und was sie Euch zu sagen hat.

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